Zwei Wege führen zu einer geschützten Wohnung, und sie schließen einander nicht aus. Mechanischer Einbruchschutz bedeutet vor allem: die Sicherheitstüre. Elektronischer Einbruchschutz bedeutet: die Alarmanlage. Der eine hält auf, bevor jemand drin ist. Der andere schlägt Alarm, wenn es eigentlich schon „zu spät“ ist.
Was die Sicherheitstür leistet und was der Alarm leistet
Nebeneinander betrachtet wird schnell klar, wann welches System greift.
| Sicherheitstür | Alarmanlage | |
|---|---|---|
| Aufgabe | Hält stand. Verzögert oder verhindert den Einbruch. | Meldet den Einbruch, während er passiert oder bereits passiert ist. |
| Zeitpunkt | Wirkt, bevor etwas passiert. | Wirkt während oder danach. |
| Abschreckung | Sichtbar massiv. Viele Täter geben im Vorhinein schon auf. | Wird erst spürbar, wenn der Alarm losgeht. |
| Im Ernstfall | Der Täter kommt gar nicht ins Objekt oder braucht viel zu lange. | Der Täter ist drinnen, verschwindet aber vielleicht schneller. |
Warum die meisten Einbrecher es eilig haben
Ein professioneller Einbrecher braucht einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zufolge oft nur wenige Sekunden für ein ungesichertes Fenster oder eine gewöhnliche Tür. Bei einer ÖNORM geprüften Sicherheitstüre sieht das schon anders aus.
Meistens wird gehebelt, so schnell und leise wie möglich, an der schwächsten Stelle der Wohnung – und das ist in den meisten Fällen die Eingangstür. Kommt der Täter nicht innerhalb weniger Minuten rein, gibt er im Regelfall schnell auf und sucht sich ein leichteres Ziel.
Genau diese Zeit verschafft eine massive Sicherheitstür. Sie ist damit die wirksamste Absicherungsmaßnahme, die es gibt.
Eine Alarmanlage arbeitet anders. Sie schlägt an, wenn der Zugang zum Objekt bereits geöffnet ist, und verständigt Sie oder einen Wachdienst – der Einbrecher ist zu diesem Zeitpunkt aber schon in der Wohnung.
Wann eine Alarmanlage wirklich sinnvoll ist
Wir vertreiben und installieren bei Schmidtschläger auch Alarmanlagen, und zwar mit Überzeugung – wenn sie richtig eingesetzt werden. Vier Situationen, in denen sich das lohnt:
- als Ergänzung zu einer gut abgesicherten Eingangstür, nicht als deren Ersatz
- in Wohnungen im Erdgeschoss oder Hochparterre, wo ein Einbruch auch über ein Fenster möglich ist
- wenn Sie viel unterwegs sind und im Einbruchsfall rasch informiert werden wollen
- in Kombination mit einem Wach- oder Notdienst, der auf den Alarm tatsächlich reagiert
Eine schwache Tür macht eine Alarmanlage trotzdem nicht stark. Sie bietet keinen mechanischen Widerstand gegen Einbruch. Deshalb kommt bei uns immer zuerst das Fundament, dann die Technik.
Die sinnvolle Reihenfolge bei begrenztem Budget
Ist das Budget begrenzt, kommt es auf die Reihenfolge an. Zuerst die Wohnungstür auf einen soliden Stand bringen. Danach, wenn möglich, Fenster und Balkontüren. Erst dann die Alarmanlage als zusätzliche Meldeebene obendrauf.
Unsere Sicherheitstüren fertigen wir nach ÖNORM B5338, VSÖ-geprüft, mit fünf Jahren Garantie auf Türblatt und Zarge. Was so eine Sicherheitstüre kostet, haben wir in einem eigenen Artikel durchgerechnet. Preise von Sicherheitstüren für eine Wohnung in Wien (2026)